Studien: 1997-98 Landesmanufaktur für Gobelin, Paris Ausstellung: 2013 De fil en fil en pays de Chabeuil - Temple de Chateaudouble (26) 2012 Fiber art from Asia and Europe, Janina Monkute Marks Museum, Kedainiai (Lithuania) 2011 Web of Europe, Musées Royaux d'Art et d'Histoire, Brussels (Belgique) 2010 William and Joseph Gallery, Santa Fe, New Mexico, (USA) 2009 Artextures, Ste-Marie-aux-Mines (France) 2008 Teco Plaza, Art Gallery - Tampa, Florida (USA) 2007 Centre d'Exposition Baie-Saint-Paul (Québec) 2006 Textilmuseum, ST. Gallen (Suisse) 2005 Mini textile Triennal, Angers (France) 2004 Galerie des Caves, Château-Thierry (France) 2003 Tapisserie Triennale, Szombathely (Hongrie) 2002 Galerie Perrin, Aubusson (France) 2001 Musée de Beaux Arts, Budapest (Hongrie) 2000 Salon d'Automne, Paris (France) 1999 Ministere des Finances, Paris (France) 1998 Miniartextil, Como (Italie) Preis, Akquisitionen, Sammlungen: 2013 Noirs Blancs - Prix d'Art et Histoire 2011 Acquisitions d'une œuvre par la Lycée Monplaisire de Valence 2009 Artextures 2009 - prix France Patchwork Couleur d'un pays prix France Patchwork 2008 Acquisitions de deux œuvres par la Sous-Préfecture d'Aubusson 2007 Acquisitions d'une œuvre par la Musée Jean Lurçat d'Angers Oeuvres dans des collections privées en Hongrie et en France
Publication: Le Figaro Magazine 7 février 2014 Les Nouvelles du Patchwork 2009 no.103 Szinfolt 2009 Dossier de presse du 1999 au 2008 Catalogues du 2000 au 2009
Link Gästebuch E-mail Galerie Ausstellungen Kurse Referenzen HomeDas Gewebe begleitet unser Leben von der Wiege bis zum Sarg, nicht nur bekleidet und bedeckt uns, sondern auch jeder Organismus besteht aus Stofffibern: unsere eigene Geweben, Nerven, Adern, Muskeln. Bei einer ärztlichen Operation muss unsere Haut aufgeschnitten, dann wieder zusammengenäht werden, wie ein Stoff. Die Faser, die unser gemeinsamer Bestandteil ist, bekommt einen neuen Sinn abhängig davon, welche Hände die berühren. Die von Händen gemachten Geweben sind Träger unserer Gedanken. Die Farben wurden vom Menschen zuerst in der Natur aufgedeckt, unser Farbensehen ist auch ein Wunder der Natur. Es ist ein interessantes Spiel, die verschiedenen Rhythmen der Farben und der Verhältnisse zu gestalten. Das Rhythmus (wie die Faser), durchwirkt jedes Leben und kettet an das Universum. Wenn man einen Tanz betrachtet, kann man beobachten, wie die Beine und die Hände, das Kopf und die Taille bewegen sich in geometrischen Linien, in Bögen und Dreiecken, in Runden und Parabeln. Diese geometrischen Formen entsprechen der Geometrie der Musik und die Proportionen sind immer in Zahlen auszudrücken. Wenn man tanzt, zählt genauso, wie der Vogel beim Singen und das Pflanze, wenn es der in die Welt eingebauten primordialen Zahlenordnung folgend in bestimmten Proportionen wächst. Ja die Welt ist kein Zufall, sondern eine sinnvolle und bewusste Schöpfung. Die Ordnung – obwohl sie strenger ist – verletzt das Leben nie, weil sie nicht im Zeichen des Zwanges sondern in dem der Freiheit steht. Die Geometrie eröffnet die grundsätzlichen Symbole der Ordnung des Daseins. Alles was korrekt ist, hat Macht über die Unordnung. Weh der Zeit, wo die Unordnung stärker als die Ordnung ist. Die Ordnung ist nicht mechanisch, sondern wie der Tanz, wie die Bewegung der Seele ist auch nie mechanisch, sondern rhythmisch. Im Zeichen dieses Rhythmus stehen der Winter und der Sommer, das Rechts und das Links, das Oben und das Unten und der Tag und die Nacht. Ich habe verschiedenste Sorten, Dicken, Qualitäten von Faden, diverse Gewebetechniken probiert, um unterschiedene Oberflächen zu gewinnen, die man gerne berührt. Wenn ich etwas berühre, lerne ich die Rauheit und Feinheit des Dinges kennen, erfahre seine Temperatur, ob es trocken oder nass, pulsierend oder still ist, gibt sich dem Finger oder die Fläche schützt das. Wie ist es in seiner Wirklichkeit? Wenn ich das nicht berühre, dann weiβ ich das auch nicht. Deswegen wäre es ratsam neben den Geweben zu schreiben statt der üblichen Beschriftung „Berühren ist verboten“: „Berühren ist wichtig”.
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